Wie lassen sich Schwangerschaftsberatungsstellen queerfreundlich gestalten, um LGBTQIA* willkommen zu heißen? Welchen Beitrag können Fachkräfte in Schwangerschaftsberatungsstellen zu Reproduktiver Gerechtigkeit für queere Menschen leisten? Anhand von 4 Arbeitsbereichen (Beratungsstellenalltag, Beratungspraxis, Sexualpädagogik, Netzwerkarbeit) werden wir uns der Thematik an zwei Vormittagen mit Inputs, Kleingruppen und Selbstreflexion nähern.
Bestandteile der Fortbildung sind eine Einführung in die Lebenssituation von queeren Menschen bezüglich Reproduktion und Sexualität zwischen Selbstbestimmung und Diskriminierung (Teil 1) sowie eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem jeweils eigenen professionellen Handeln im Themenfeld (Teil 2). Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über aktuelle Debatten und Forschungsstände sowie weiterführende Literatur- und Materialhinweise.
Voraussetzungen: Teilnehmer*innen brauchen kein Vorwissen zu queeren Themen und sind willkommen, in der Weiterbildung die ersten Schritte im Thema zu gehen und von vertiefenden Teilen zu profitieren. Es soll ein wertschätzender und fehlerfreundlicher Lernraum entstehen. Dafür wünschenswert ist eine Offenheit für die Auseinandersetzung mit neuen Themenfeldern und mit Diskriminierungssensibilität sowie die Bereitschaft zur Reflexion eigener Unsicherheiten und Widerstände. Bei starken Vorbehalten zur Thematik und Ablehnung von Queerness im Kontext von Schwangerschaftsberatungsstellen bittet die Seminarleitung freundlich um Klärung vorab bzw. darum, von einer Teilnahme abzusehen. Bei besonderen Bedürfnissen und Wünschen zur Fortbildung ist eine Kontaktaufnahme sehr gerne möglich und erwünscht.
Seminarinfos: Queerfreundlichkeit für LGBTQIA* in Schwangerschaftsberatungsstellen. Reproduktive Gerechtigkeit als Handlungskonzept ONLINE